Der Eismeister

Die Bande in der Eissporthalle

Die Bande ist die umlaufende Begrenzung einer Eisfläche in Eissporthallen. Sie besteht in der Regel aus stabilen Kunststoffelementen, die auf einem festen Untergrund – dem sogenannten Eisdamm – montiert werden. Die Bande erfüllt mehrere Funktionen: Sie trennt die Eisfläche vom Zuschauerbereich, schützt das Publikum vor Pucks oder Stürzen und dient als Spielfeldbegrenzung bei Sportarten wie Eishockey oder Eiskunstlauf.

Je nach Nutzung der Halle kann die Bande mit Zugangstüren, Spielerbänken, Toröffnungen und integrierten Sichtscheiben ausgestattet sein. In vielen Hallen wird sie zudem als Werbefläche genutzt, etwa durch bedruckte Blenden oder Platten. Moderne Bandensysteme sind modular aufgebaut, häufig demontierbar und an unterschiedliche Hallengeometrien anpassbar.

Wichtig für Betreiber: Die Bande ist nicht nur „Ausstattung“, sondern Teil der Gesamtanlage. Ausführung, Türen, Scheiben, Befestigungen und Übergänge müssen so gestaltet und instand gehalten werden, dass der Betrieb für Sport und Publikumslauf sicher bleibt. Änderungen an Bandenteilen oder Türsituationen sollten daher immer mit Blick auf die Hallennutzung, den Spielbetrieb und die betriebliche Sicherheit erfolgen.

1. Werbefläche Bande – klassische und digitale Möglichkeiten

Die Bande einer Eissporthalle bietet eine gut sichtbare und wirkungsvolle Werbefläche entlang der gesamten Eisfläche. Klassisch wird Werbung auf oder Kunststoffoberflächen angebracht. Diese Platten sind bedruckbar, robust und werden direkt in die Bande eingesetzt oder davor montiert. Sie eignen sich besonders für feste, langfristige Werbepartnerschaften.

Moderne Hallen setzen zunehmend auch auf LED-Banden, die bewegte Inhalte, wechselnde Anzeigen und gezielte Werbeeinblendungen ermöglichen. Diese Systeme bieten eine größere Flexibilität bei der Darstellung und Vermarktung – etwa für Sponsoren, Veranstaltungsankündigungen oder wechselnde Kampagnen.

Ob analog oder digital: Werbung an der Bande erreicht durch ihre Nähe zur Eisfläche sowohl das Publikum vor Ort als auch Zuschauer bei Foto- und Videoaufnahmen.

In der Praxis sollte bei Werbeplatten und Blenden immer auch die Reinigung, Austauschbarkeit und Kantenführung mitgedacht werden. Beschädigte Platten, hervorstehende Schrauben oder scharfe Kanten sind nicht nur optisch ungünstig, sondern können eine konkrete Verletzungsgefahr darstellen und sollten zeitnah instand gesetzt werden.

2. Der Eisdamm – Fundament für Bande und Eisfläche

Der Eisdamm ist der fest ausgeführte Randbereich der Eisfläche in einer Eissporthalle. Er besteht in der Regel aus Beton und bildet das statische Fundament für die Bande. Gleichzeitig dient er als Abgrenzung zwischen der Eisfläche und dem Hallenumlauf.

Vor der Eisbereitung wird der Eisdamm sorgfältig abgedichtet, damit das Wasser nicht unter die Konstruktion läuft. Nach dem Einfrieren schließt das Eis bündig an den Eisdamm und die Bande an. Der Eisdamm muss stabil genug sein, um die mechanischen Belastungen beim Spielbetrieb, insbesondere im Eishockey, aufzunehmen. Er ist ein zentrales Element im Aufbau jeder Eisfläche und Voraussetzung für den sicheren Betrieb der Bande.

Besonders im Alltag zeigt sich die Bedeutung des Eisdamm-Bereichs beim Übergang Eis ↔ Bande: Unsaubere Anschlüsse, Ausbrüche im Eisrand oder Hohlstellen können zu Stolperkanten führen. Daher gehört die Kontrolle des Randbereichs (z. B. nach Spielen, bei hohem Publikumsaufkommen oder nach Umbauten) zu den typischen Routineaufgaben im Betrieb.

3. Belastungsreduzierende Bandensysteme im Eishockey

Eishockey ist ein schneller, körperbetonter Sport mit hohem Verletzungsrisiko. Vor allem Zusammenstöße mit der Bande zählen zu den häufigsten Ursachen schwerer Verletzungen. Um das Risiko für Spieler zu reduzieren, wurden in den letzten Jahren neue, energieabsorbierende Bandensysteme entwickelt, die beim Aufprall nachgeben und dadurch die biomechanische Belastung deutlich verringern können.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) mit Sitz in der Schweiz ist eine unabhängige Institution, die wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Unfallprävention bereitstellt. In einem umfassenden Forschungsprojekt hat die BFU untersucht, wie sich moderne Bandensysteme im Eishockey auf die Verletzungsgefahr auswirken.

Die Studie analysiert die Wirksamkeit verschiedener Bandenkonstruktionen mithilfe von Crashtests, Dummys und biomechanischen Messverfahren. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise für Betreiber von Eishallen, Planer und Vereine.

Hier geht’s zur Originalveröffentlichung auf der Website der BFU

Für Betreiber ist neben der Schutzwirkung auch die praktische Umsetzbarkeit relevant: Wartungsaufwand, Ersatzteilverfügbarkeit, Austausch einzelner Elemente und die Kompatibilität mit bestehenden Tür- und Scheibensystemen. Gerade in Mehrzweckhallen ist außerdem entscheidend, wie schnell sich Bandenelemente umbauen oder demontieren lassen.

4. Herstellerverzeichnis und Fachlinks

Die folgende Übersicht ist eine neutrale Auswahl von Anbietern. Sie ist nicht als Empfehlung zu verstehen. Für Planung und Beschaffung sollten Betreiber technische Anforderungen, Service, Referenzen und die passende Hallennutzung (Sportbetrieb, Publikumslauf, Veranstaltungen) berücksichtigen.

5. Puckspuren an der Bande effektiv entfernen

Beim Eishockey prallen Pucks mit hoher Geschwindigkeit gegen die Bande und hinterlassen dabei oft dunkle Spuren. Diese sogenannten Puckspuren sind nicht nur optisch störend, sondern können auch das Erscheinungsbild der gesamten Eisfläche beeinträchtigen. Eine regelmäßige Reinigung ist daher unerlässlich – besonders in Arenen, in denen auch Publikumslauf oder Events stattfinden.

Reiniger speziell für Puckspuren: Zur Entfernung dieser Spuren gibt es spezielle Bandenreinigungsmittel. Diese Mittel sind als flüssige Konzentrate erhältlich und werden im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnt. Die Anwendung ist einfach:

  1. Jeweils 2 Bandelemente mit dem Reiniger einsprühen und mindestens 1 Minute einwirken lassen.
  2. Mit einem Mela-Pad oder Microfasertuch abwischen.
  3. Anschließend mit klarem Wasser neutralisieren (abspülen).

Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann ein Schrubb- oder Scheuersaugautomat im Anschluss eingesetzt werden. Für eine komplette Bande (z. B. 30 × 60 Meter) benötigt man etwa zwei Tage Arbeitszeit mit zwei Personen. Der Verbrauch liegt bei ca. 12 Liter Konzentrat, das mit ca. 12 Liter Wasser verdünnt wird.

Ergänzend zur Reinigung gehört eine einfache Sicht- und Funktionskontrolle der Bande zur Routine: Türen müssen leichtgängig schließen, Scheiben und Halterungen dürfen nicht wackeln, und Übergänge zwischen Elementen sollten bündig sein. Solche Punkte sind im Alltag schnell zu prüfen und helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen.

Besonders bewährt hat sich das Puckmittel der Firma kaner-tec Schweiz. Es ist stark gegen Spuren und zugleich materialschonend. So erhältst du eine perfekt gereinigte Bandenanlage, wie zahlreiche Vorher-Nachher-Bilder eindrucksvoll zeigen.