Der Eismeister

Schnelle Reparatur von Eisflächen mit CO₂-Löscher – Soforthilfe bei Schäden

Schnelle Reparatur von Eisflächen mit CO₂-Löscher – Soforthilfe bei Schäden

Bei Spielen oder Veranstaltungen kann es vorkommen, dass sich Eisschollen lösen oder kleine Löcher in der Eisfläche entstehen. Diese Stellen müssen umgehend repariert werden, um Verletzungsrisiken zu vermeiden und den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Die nachfolgend beschriebene Methode mit Schneematsch und CO₂-Löscher ist eine bewährte Sofortmaßnahme, ersetzt jedoch keine reguläre Eisaufbereitung.

1. Effiziente Sofortmaßnahmen im Überblick

Kleinere Schadstellen werden unmittelbar gefüllt und stabilisiert. Zunächst wird Schneematsch in das Loch eingebracht, anschließend mit CO₂ schockgefrostet. Die Fläche ist danach kurzfristig wieder nutzbar.

Wichtig: Diese Methode ist ausdrücklich als Not- und Zwischenlösung zu verstehen. Die reparierte Stelle muss im weiteren Verlauf regulär überhobelt und in den normalen Eisaufbau integriert werden.

2. Schneematsch als Reparaturmaterial

Als Reparaturmaterial dient Schneematsch aus der Schneegrube oder dem Schneetank der Eisbearbeitungsmaschine. Der Schnee wird mit einer kleinen Menge Wasser zu einer zähen Masse verrührt und satt in die Schadstelle eingebracht.

Der Schneematsch wird leicht angedrückt, damit keine Hohlräume entstehen. Je dichter der Auftrag, desto stabiler ist die spätere Reparatur.

3. CO₂-Löscher für schnelles Gefrieren

Direkt nach dem Einbringen des Schneematschs wird ein CO₂-Löscher eingesetzt. Das austretende CO₂ kühlt die Reparaturstelle schlagartig ab und friert sie innerhalb weniger Sekunden fest.

Diese Vorgehensweise erlaubt es, Spielunterbrechungen kurz zu halten. Die reparierte Stelle darf jedoch erst nach Freigabe durch den Eismeister oder die verantwortliche Person wieder belastet werden.

4. Wichtige Hinweise zu CO₂-Löschern

  • Geeignet sind insbesondere CO₂-Löscher mit Steigrohr, da sie das Gas gezielt aus der Düse abgeben.
  • CO₂ ist farb- und geruchlos und verdrängt Sauerstoff – insbesondere in Senken oder schlecht belüfteten Bereichen.
  • Mehrere Auslösungen in kurzer Zeit erhöhen die Gefahr einer Sauerstoffverdrängung.
  • CO₂-Löscher sind nur für kleine, punktuelle Schadstellen geeignet.
  • Nicht geeignet bei großflächigen Abplatzungen oder strukturellen Eisproblemen.

5. PSA beim Arbeiten mit CO₂-Löschern

  • Kälte-Schutzhandschuhe (Schutz vor Kontaktkälte)
  • Augen- oder Gesichtsschutz gegen CO₂-Schneestaub
  • Eng anliegende, warme Arbeitskleidung
  • Rutschfeste Sicherheitsschuhe
  • Ausreichende Belüftung des Arbeitsbereichs sicherstellen

Der Einsatz von CO₂-Löschern zur Eisreparatur muss in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt sein. Nur unterwiesene Personen dürfen diese Maßnahme durchführen.