Der Eismeister
Größe von Eisflächen – IIHF und NHL im Vergleich
Die Größe einer Eisfläche hat direkten Einfluss auf das Spiel, den Eisaufbau, den Wasserbedarf und den Energieverbrauch einer Eissporthalle. Weltweit haben sich vor allem zwei Eisbahngrößen etabliert: die internationale Spielfeldgröße nach den Regeln der IIHF (International Ice Hockey Federation) und die kleinere NHL-Eisfläche, die überwiegend in Nordamerika verwendet wird.
Häufig wird von einer Eisfläche mit 60 × 30 Metern gesprochen. Dabei handelt es sich jedoch um das umschließende Rechteck der Spielfläche. Da alle vier Ecken abgerundet sind, ist die tatsächlich vorhandene Eisfläche etwas kleiner. Wie groß dieser Unterschied ist und wie er berechnet wird, erklären wir auf dieser Seite.
Für Eismeister sind die tatsächlichen Eisflächen wichtiger als die reinen Außenmaße. Sie beeinflussen unter anderem den Wasserbedarf beim Eisaufbau, die benötigte Kühlleistung sowie den Zeitaufwand für Pflege und Reparaturen.
1. Internationale Eisfläche (IIHF)
Die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) gibt für internationale Wettbewerbe eine Spielfeldlänge von 60 Metern vor. Die Breite kann – abhängig von Arena und Wettbewerb – zwischen 26 und 30 Metern liegen. Klassische europäische Eishallen besitzen häufig noch eine Breite von 30 Metern.
- Länge: 60 m
- Breite: 26 bis 30 m
- Typische Fläche in Europa: 60 × 30 m
- Eckenradius: 7,0 bis 8,5 m
2. NHL-Eisfläche
In der nordamerikanischen NHL werden kleinere Spielfelder verwendet. Durch die geringere Breite entstehen kürzere Laufwege und häufig ein körperbetonteres Spiel.
- Länge: 200 ft (60,96 m)
- Breite: 85 ft (25,91 m)
- Gerundet: 61 × 26 m
- Eckenradius: 28 ft (ca. 8,5 m)
3. Vergleich IIHF und NHL
| Merkmal | IIHF | NHL |
|---|---|---|
| Länge | 60 m | 60,96 m |
| Breite | 26–30 m | 25,91 m |
| Rechtecksfläche | bis 1.800 m² | ca. 1.579 m² |
| Eckenradius | 7,0–8,5 m | ca. 8,5 m |
4. Tatsächliche Eisfläche berechnen
Die angegebenen Maße einer Eisbahn beziehen sich zunächst auf das umschließende Rechteck. Da alle vier Ecken abgerundet sind, ist die tatsächlich vorhandene Eisfläche etwas kleiner.
Die vier Rundungen dürfen nicht einfach als vollständiger Kreis von der Rechtecksfläche abgezogen werden. Tatsächlich wird in jeder Ecke lediglich die Fläche zwischen einem Quadrat und einem Viertelkreis entfernt.
Die Abzugsfläche berechnet sich nach folgender Formel:
Beispiel für eine Eisfläche mit einem Eckenradius von 8,5 Metern:
- Rechtecksfläche: 60 × 30 m = 1.800 m²
- Abzug der vier Rundungen: ca. 62 m²
- Tatsächliche Eisfläche: ca. 1.738 m²
Die tatsächliche Eisfläche ist also etwas kleiner als die häufig genannten 1.800 m².
5. Bedeutung für den Eismeister
Die Größe der Eisfläche beeinflusst zahlreiche Arbeitsabläufe in einer Eissporthalle. Je größer die Fläche, desto mehr Wasser wird beim Eisaufbau benötigt und desto länger dauern Pflegearbeiten, Reparaturen oder das Einbringen von Werbung.
- Wasserbedarf beim Eisaufbau
- Kühlleistung der Kälteanlage
- Fahrzeit der Eisbearbeitungsmaschine
- Materialbedarf für Eisreparaturen
- Planung von Veranstaltungen und Eispflege
Für Berechnungen im täglichen Betrieb reicht meist die tatsächliche Eisfläche aus. Die theoretische Rechtecksfläche wird vor allem in technischen Unterlagen oder Regelwerken verwendet.
6. Fazit
Die Maße einer Eisfläche sind weit mehr als reine Zahlen. Sie beeinflussen den Spielbetrieb ebenso wie den technischen Betrieb einer Eissporthalle. Während die IIHF überwiegend größere Spielfelder verwendet, setzt die NHL auf kompaktere Eisflächen. Durch die abgerundeten Ecken ist die tatsächliche Eisfläche jedoch immer etwas kleiner als das rechnerische Rechteckmaß.
Eine Eisfläche mit den Maßen 60 × 30 Meter besitzt keine tatsächliche Eisfläche von 1.800 m². Durch die vier Rundungen stehen bei einem Eckenradius von 8,5 Metern nur rund 1.738 m² Eisfläche zur Verfügung.
Stand: 16.08.2026 – regelmäßige fachliche Überprüfung empfohlen.