Der Eismeister

Bandenfräser

Das Bandenfräsen ist ein essenzieller Vorgang in Eishallen, um die optimale Beschaffenheit der Eisfläche sicherzustellen. Durch das Fräsen wird entlang der Banden eine gleichmäßige und glatte Oberfläche erzeugt.

Gerade im Randbereich entstehen im laufenden Betrieb häufig typische Probleme: aufgeschobenes Eis, harte „Kanten“, Unebenheiten durch Kufen- und Puckkontakt sowie Verschmutzungen. Ein sauber gefräster Bandenbereich verbessert die Sicherheit (weniger Stolperkanten) und sorgt dafür, dass die Eisfläche bis an die Bande gleichmäßig bleibt.

1. Grundlagen des Bandenfräsens

Für das Bandenfräsen kommt eine spezielle Fräsmaschine zum Einsatz, die mit rotierenden Schneidwerkzeugen bestückt ist. Diese beseitigen Unebenheiten und Ablagerungen entlang der Bande und sorgen für eine saubere Übergangszone zwischen Eisfläche und Bande.

Durch den Fräsvorgang wird zudem sichergestellt, dass die Bandenbereiche eine konsistente Höhe aufweisen, was eine gleichbleibende Abprallqualität und Spielbarkeit des Pucks ermöglicht.

In der Praxis ist Bandenfräsen oft dann notwendig, wenn der Randbereich „zu hoch“ wird oder wenn sich am Übergang Eisfläche/Bande harte Eiswülste bilden. Diese beeinträchtigen nicht nur die Optik, sondern wirken sich direkt auf Fahrverhalten, Pucklauf und Sicherheit aus. Nach dem Fräsen wird der Bereich in der Regel durch die nächste Eisaufbereitung wieder sauber „angebunden“ (Wasserauftrag/Glättung).

2. Unterschiede der Systeme: Handgeführte & Anbau-Bandenfräser

Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Bandenfräsern: handgeführte Geräte, die man entlang der Bande schiebt, und Anbaufräser, die direkt an der Eisbearbeitungsmaschine montiert werden.

Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile hinsichtlich Präzision, Zeitaufwand und Personalbedarf.

Handgeführte Geräte sind besonders flexibel und eignen sich auch dann, wenn nur einzelne Problemstellen bearbeitet werden müssen. Anbau-Systeme spielen ihre Stärke aus, wenn regelmäßig der komplette Randbereich überarbeitet werden soll – hier lassen sich Arbeitsgänge bündeln und Laufzeiten reduzieren. Entscheidend ist immer die Frage: Wie oft muss gefräst werden, wie groß ist die Fläche und wie ist der Ablauf in den Eisaufbereitungsplan integriert?

3. Neues System: Laserbasiertes Eis-Nivellieren

Ein Beispiel ist der ICEGUARD Ice Levelling Robot. Dieses System arbeitet mit Laserreferenzen, um Höhenunterschiede im Eis präzise zu erfassen.

Ergänzend zu klassischen Bandenfräsern kommen zunehmend neue, automatisierte Systeme zum Einsatz. Ein Beispiel ist der ICEGUARD Ice Levelling Robot. Dieses System arbeitet mit Laserreferenzen, um Höhenunterschiede im Eis präzise zu erfassen und eine exakt definierte Nullebene vorzugeben. Ziel ist es, die Eisfläche – einschließlich der Rand- und Bandenbereiche – optimal auf nachfolgende Eisbearbeitungs- und Fräsarbeiten vorzubereiten. Besonders bei anspruchsvollen Eisflächen kann dies zu gleichmäßigeren Ergebnissen und reproduzierbarer Eisqualität führen.

Wichtig in der Einordnung: Solche Systeme ersetzen nicht automatisch alle klassischen Arbeitsschritte, sondern können je nach Halle, Eisaufbau und Anspruch eine zusätzliche Qualitätssicherung sein – besonders dort, wo sehr konstante Ergebnisse (z. B. Spielbetrieb/TV-Produktionen) gefordert sind.

4. Führende Hersteller von Bandenfräsern

Je nach Maschine, Hallengeometrie und Einsatzprofil (Training, Spielbetrieb, Eventbetrieb) unterscheiden sich die passenden Systeme deutlich. Vor der Anschaffung lohnt sich der Blick auf Ersatzteilversorgung, Service, Verschleißteile und die Frage, ob das System zu den vorhandenen Aufbereitungsabläufen passt.

Conti-Edger
Conti-Edger
Bandenfräser für Profis
Website öffnen
ZÜKO
ZÜKO AG
Eisgeräte & Zubehör
Website öffnen
OLYMPIA
OLYMPIA
Maschinen & Anbaufräser
Website öffnen
engo
ENGO
Eisbearbeitungssysteme
Website öffnen
Zamboni
Zamboni
Kantenbearbeitung weltweit
Website öffnen
ICEGUARD
ICEGUARD
Laser-Nivelliersystem
Website öffnen

Was man in vielen Hallen zusätzlich berücksichtigt: Neben dem System selbst entscheiden häufig Organisation und Prozess über das Ergebnis. Wer fräst, wann wird gefräst, wie wird die Fläche danach wieder eingebunden (Wasserauftrag/Glättung) und wie passt das in den Zeitplan zwischen Publikumslauf, Training und Spielbetrieb?

Typische Praxisfragen, die du vorab klären kannst:

  • Fräsen nur punktuell oder regelmäßig komplett rundum?
  • Wie ist die Eisstärke im Randbereich und wie schnell baut sich die Kante wieder auf?
  • Wie wird nach dem Fräsen die Oberfläche wieder „geschlossen“ (Wasserauftrag/Abziehen)?
  • Wer übernimmt die Kontrolle (Sichtprüfung entlang der Bande, Pucklauf, Übergangshöhen)?