Der Eismeister

Eis-Temperaturen

Allgemein

Warum die Eistemperatur so wichtig ist

Die Temperatur des Eises hat direkten Einfluss auf die Qualität der Eisfläche, die Sicherheit der Sportler und die Energieeffizienz der Kälteanlage. Eine zu hohe Eistemperatur führt zu weichem, stumpfem Eis – eine zu niedrige hingegen kann unnötig Energie kosten und das Eis spröde machen.

Einflussfaktoren auf die Eistemperatur

  • Optimale Temperatur: In der Regel liegt die Oberflächentemperatur zwischen -3 °C und -9 °C – abhängig von Nutzung, Sportart und Hallenbedingungen.
  • Sportart: Eishockey benötigt härteres Eis (kälter), während Eiskunstlauf weicheres Eis (wärmer) bevorzugt.
  • Luftfeuchtigkeit & Umgebung: Auch die Außenluft, Raumhöhe, Zuschauerzahl und Luftbewegung beeinflussen die Eisqualität.

Messgeräte zur Temperaturkontrolle

Für die Messung der Eistemperatur sind präzise Geräte notwendig. Besonders bewährt haben sich digitale Messgeräte mit Tauch- oder Tastsonde. Ein namhafter Hersteller in diesem Bereich ist 👉 Testo. Diese Geräte liefern exakte Werte und ermöglichen die regelmäßige Kontrolle in unterschiedlichen Eisbereichen.

Alternativ kann auch ein Infrarot-Thermometer verwendet werden. Diese ermöglichen eine schnelle und kontaktlose Messung der Oberflächentemperatur – ideal für die tägliche Routinekontrolle.

Protokollieren der Temperaturwerte

Zur Dokumentation empfiehlt sich ein übersichtliches Messprotokoll. Ideal ist eine Skizze der Eisfläche, auf der man die gemessenen Temperaturen an verschiedenen Punkten einträgt. So lassen sich lokale Unterschiede erkennen und Trends über die Zeit beobachten. Diese Protokolle dienen auch als Nachweis für Behörden oder Versicherungen und sollten deshalb archiviert werden.

Vergleich zwischen Soll- und Istwerten

Ein weiterer nützlicher Bestandteil des Protokolls ist ein separates Feld für die Werte aus dem Maschinenraum. Dort kann man die Soll-Temperatur der Anlage sowie die aktuelle Verdampfertemperatur eintragen. Der direkte Vergleich mit den gemessenen Eistemperaturen hilft bei der Optimierung des Anlagenbetriebs und beim frühzeitigen Erkennen von Abweichungen oder Störungen.

Wichtig: Die tatsächliche Temperatur an der Eisoberfläche liegt in der Regel etwa 2 °C höher als die gemessene Betonkerntemperatur.

Energieeffizienz durch Temperatursteuerung

Ein vorausschauender Betrieb der Eisfläche anhand der Nutzungsplanung wirkt sich positiv auf die Eisqualität und den Energieverbrauch aus. Da sich Eistemperaturen nur träge verändern, lohnt sich eine gezielte Planung – besonders bei wechselnden Nutzungsarten (z. B. Training, Publikumslauf, Veranstaltungen).

Fazit

Eine regelmäßige Eistemperaturmessung ist essenziell für einen stabilen Betrieb der Eissportanlage. Mit einem geeigneten Messgerät, einer klaren Protokollstruktur und dem Vergleich mit Maschinenraumdaten kann man die Eisqualität sichern und gleichzeitig die Betriebskosten optimieren.

testo Infrarot-Thermometer

Empfehlung von Eistemperaturen nach Disziplin

Eishockey:

  • Temperatur: –8 °C bis –6 °C
  • Hinweis: Diese Temperatur sollte über die gesamte Spieldauer konstant gehalten werden, um optimale Härte und Gleitfähigkeit zu gewährleisten.

Eiskunstlauf:

  • Temperatur: –4 °C bis –3 °C
  • Ein weicheres Eis sorgt für besseren Kantenhalt und reduziert das Verletzungsrisiko bei Sprüngen und Pirouetten.

Publikumslauf:

  • Empfohlene Temperatur Eisoberfläche: ca. –3 °C
  • Vorteil: Etwas weicheres Eis reduziert die Sturzgefahr für ungeübte Läufer.

Curling:

  • Temperatur Eisoberfläche: –4 °C bis –6 °C
  • Beschaffenheit: sogenanntes „Peppled Ice“, d. h. mit Wassertröpfchen besprühte Eisstruktur für besseres Gleiten der Steine.

Eisstocksport / Eisstockschießen:

  • Temperatur Eisoberfläche: –3 °C bis –6 °C
  • Beschaffenheit: „Riefen-Eis“ – ein strukturierter Untergrund, der für kontrolliertes Gleiten der Stöcke sorgt.