Der Eismeister

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Rollgabelschlüssel im Maschinenraum

Der Rollgabelschlüssel ist ein wichtiges Havariewerkzeug im Maschinenraum einer Eissporthalle. Er wird benötigt, um die im Alarm- und Gefahrenabwehrplan festgelegten Absperrarmaturen bedienen zu können. Damit das Werkzeug im Ernstfall nicht gesucht werden muss, hat es einen festen, eindeutig gekennzeichneten Platz.

Der Rollgabelschlüssel darf ausschließlich von unterwiesenem Personal und nur für die vorgesehenen Armaturen eingesetzt werden. Welche Armatur wann betätigt werden darf, ist immer im anlagenspezifischen Alarm- und Gefahrenabwehrplan festgelegt.

1. Aufgabe im Havariefall

Bei einer Undichtigkeit kann der Alarm- und Gefahrenabwehrplan vorsehen, bestimmte Anlagenteile gegen weiteres Nachströmen von Ammoniak abzusperren. Dafür müssen die vorgesehenen Armaturen mit dem passenden Werkzeug sicher erreichbar und bedienbar sein.

Ein Rollgabelschlüssel ist kein Freibrief zum Absperren. Falsch betätigte Armaturen können zu gefährlichen Druckzuständen führen. Entscheidend ist immer die für die konkrete Anlage festgelegte Abschieberoutine.

2. Fester Platz und Kennzeichnung

Der Rollgabelschlüssel muss dauerhaft an seinem festgelegten Platz hängen. Er darf nicht für allgemeine Werkstattarbeiten ausgeliehen oder an anderer Stelle abgelegt werden. Im Havariefall muss geschultes Personal ihn ohne Suche finden können.

  • Fester, gut sichtbarer und gekennzeichneter Aufbewahrungsplatz.
  • Zuordnung zum Maschinenraum und zu den vorgesehenen Maßnahmen im BAGAP.
  • Freier Zugang ohne abgestellte Gegenstände oder verschlossene Schränke.
  • Bei mehreren Schlüsselgrößen: eindeutige Kennzeichnung der jeweiligen Größe.
Rollgabelschlüssel an einem festen gekennzeichneten Aufbewahrungsplatz
Der Rollgabelschlüssel hängt dauerhaft an seinem festen und gut sichtbaren Platz.
Rollgabelschlüssel mit Größenkennzeichnung
Eine eindeutige Größenkennzeichnung erleichtert die Auswahl im Einsatzfall.

3. Einsatz nach Alarm- und Gefahrenabwehrplan

Der Einsatz des Rollgabelschlüssels erfolgt abgestimmt und mindestens zu zweit. Eine Person führt die im Plan vorgesehene Maßnahme durch, während die zweite Person sichert, beobachtet und die weitere Kommunikation übernimmt.

Der Schlüssel wird nur an den ausdrücklich vorgesehenen Absperrarmaturen eingesetzt. Sicherheitsventile werden nicht manuell betätigt. Nach einer Absperrmaßnahme wird der Konzentrationsverlauf an der Gaswarnanlage beobachtet und das weitere Vorgehen gemeinsam nach Alarm- und Gefahrenabwehrplan entschieden.

Armatur an einer Ammoniak-Kälteanlage
Armaturen dürfen im Havariefall ausschließlich nach der festgelegten Abschieberoutine betätigt werden.

4. Auswahl, Kontrolle und Unterweisung

Der Schlüssel muss zu den vorgesehenen Armaturen passen und auch mit Handschuhen sicher bedienbar sein. Wenn unterschiedliche Schlüsselweiten oder spezielle Ventilschlüssel erforderlich sind, gehören diese ebenfalls zum festgelegten Havariewerkzeug.

  • Regelmäßig auf Vollständigkeit, Rost, Beschädigungen und Leichtgängigkeit prüfen.
  • Verstellmechanismus bei Bedarf pflegen und vor Verschmutzung schützen.
  • Im Kontrollbuch dokumentieren, dass das Werkzeug am vorgesehenen Platz vorhanden ist.
  • Standort, zugehörige Armaturen und Abschieberoutine in Unterweisungen und Übungen erklären.
  • Werkzeug und Armaturen auch mit der örtlichen Feuerwehr abstimmen.

Stand: 14.09.2026 – regelmäßige fachliche Überprüfung empfohlen.

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